Nachgefragt.

Georg Hettich über Aktuelles und allgemeine Themen.

Saisonabschluss 07/08.

Sommer 2007

Freiburg, 19. März 2008: Seit vergangener Woche ist eine für mich aufreibende Saison mit Licht und Schatten zu Ende. Denn neben den normalen Wettkampfgeschehen hatte ich noch eine Menge anderer Dinge zu bewältigen.

In erster Linie ist da mein Kreuzbandriss im rechten Knie zu nennen. Im Oktober 2007 diagnostiziert, stand bis November eine Operation im Raum, die ich allerdings nicht habe durchführen lassen. Eine Verbesse¬rung nach einem Eingriff ist nach wie vor nicht zu garantieren. Und da ich weiterhin mit dem Knie gute Leistungen bringe und mich gut fühle, ist eine Operation auch nicht geplant – vorerst. Aber natürlich hat mich das erst mal aus dem Konzept gebracht. Hält das Knie, fragte ich mich vor jedem Sprung. Langsam musste ich mich erst wieder an das Gefühl für den Absprung heranarbeiten und mir die Sicherheit im Sprung wieder erarbeiten, was mir dann wieder ganz gut glückte.

Zufrieden und glücklich bin ich auch, dass ich die Doppelbelastung mit dem Leistungssport und meinem Studium jetzt abgeschlossen habe. Meine Diplomarbeit hat mich nämlich während der vergangenen Saison auch ganz schön beschäftigt und belastet. Das ist nun vorbei.

Über die guten Ergebnisse in der Saisonmitte habe ich mich sehr gefreut und startete zuversichtlich in die zweite Hälfte. Die verlief dann jedoch nicht mehr so toll. Ich war ziemlich müde und fühlte mich ausgelaugt. Die schlechten Wetter¬bedingungen und daraus folgende Absagen passten ins Bild und halfen mir nicht, meine Leistungen zu verbessern. Da lief’s dann ab auch mal gegen mich. Der 26. Platz im Gesamtweltcup ist abschließend nicht das, was ich mir auch in der Zukunft erhoffe. Jedoch macht mir Mut, dass ich, wenn’s mal läuft, nicht weit weg bin von der absoluten Weltspitze.

Ich bin daher zuversichtlich, dass ich in der kommenden Saison wieder öfter unter den ersten Zehn lande. Dafür werde ich mich jetzt bis zum Anfang Mai, wenn das Training wieder losgeht, richtig ausruhen, Urlaub machen und auch mal die Füße hochlegen.

Bis bald.
Euer Georg Hettich